Werkstoff und Energielieferant – Holz liegt im Trend

Es gehört zu den ältesten je von Menschenhand bearbeiteten Materialien. Vielleicht ist es sogar das älteste: Holz. Metall muss erst aufwändig gewonnen werden, Stein ist härter und schwieriger zu gestalten. Holz dagegen ist weit weniger widerspenstig. Und es ist einfach da. Schon immer. Und schon immer war es modern. Über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg hat es seine Popularität nie eingebüßt und ist heute zeitgemäßer denn je. Dafür ist es zu nützlich – und zu schön.

Bis heute ist Holz – vor allem das aus heimischen Wäldern – unser bevorzugter Werkstoff. Seine Alleinstellung hat es zwar verloren. Denn wir verarbeiten längst auch verschiedene Kunststoffe, Platten- und Mineralwerkstoffe, Glas, Metall und Stein. Aber Holz war und ist die Nummer Eins. Und das aus gutem Grund: Sein Charme gründet in seiner lebendigen Maserung, seiner Wärme und seiner Natürlichkeit. Niemand hat die Schlagworte „Ökologie“ und „Bio“ auch nur gekannt, da war Holz als Naturprodukt schon eine feste Größe.

Möbelherstellung

Untrennbar verbunden mit dem Werkstoff Holz ist die Möbelherstellung. In Deutschland läuft sie auf Hochtouren. Um unseren Wald muss jedoch niemand Sorge haben. Der Schlüssel liegt in seiner nachhaltigen Bewirtschaftung. Sie wird  hierzulande seit dem 18. Jahrhundert praktiziert. Nachhaltig bedeutet: Es wird nur so viel Holz geschlagen, wie nachwächst.

11 Millionen Hektar umfasst die Fläche des deutschen Waldes. Das ist knapp ein Drittel der Gesamtfläche der Bundesrepublik. Etwa 60 Prozent der Bäume sind Nadelhölzer. Dabei macht die Fichte allein 28 Prozent des Bestandes aus, die Kiefer 24 Prozent. Laubbäume füllen die restlichen 40 Prozent der Waldfläche. Unter ihnen dominieren die Buche und die Eiche, die zusammen für rund 25 Prozent aller Bäume stehen. Zur Regeneration des Waldes ist eine regelmäßige Ernte unverzichtbar.

Schreiner als Experten

Schreiner fertigen aus dem Holz Möbel, Fenster, Türen, Treppen, Fassaden, Fußböden und vieles mehr. Als Experten wissen wir, dass Holz nicht gleich Holz ist. Wir kennen die verschiedenen Arten und können sie so verarbeiten, dass sie ihre Funktionalität und ihre Schönheit voll entfalten. Denn jedes Holz besitzt andere Eigenschaften, die sich aus Dichte, Maserung und Wachstum ergeben.

Fichte beispielsweise ist sehr weich im Gegensatz zur Eiche. Buche wiederum besitzt eine sehr gleichmäßige Maserung im Vergleich zur Kiefer. Welches Holz für welchen Zweck am besten geeignet ist, weiß der Schreiner aus der Jahrhunderte langen Erfahrung seines Handwerks. So wählt er für Treppenstufen eher ein hartes Holz wie Buche oder Eiche. Bei einem modernen, mechanisch weniger beanspruchten Schrank entscheidet er sich eher für ein trendiges Nadelholz wie Fichte oder Kiefer.

Nicht jedes Produkt ist aus massivem Holz. Viele Möbel beispielsweise bestehen aus Span- oder anderen Werkstoffplatten. Hochwertige Stücke werden abschließend mit einem Holz furniert, dessen Maserung besonders schön ist. Das Furnier ist ein Holzblatt, das nur einen halben bis drei Millimeter dick ist, und auf den Körper des Möbels aufgeleimt wird.

Auch Massivholz bietet viele Verarbeitungsmöglichkeiten. Einige Holzarten etwa können mit Einsatz von Wasserdampf dauerhaft gebogen werden. Zu welch erstaunlichen Ergebnissen dies führen kann, zeigen die klassischen Wiener Kaffeehausstühle - die übrigens nicht in Wien sondern in Boppard am Rhein erfunden wurden. Ihr Schöpfer war der deutsche Schreinermeister Michael Thonet.

So vielfältig die Möglichkeiten des Holzes auch sind, der Schreiner weiß: Er kann bestimmte Merkmale der einzelnen Arten zwar betonen und optimieren, aber nicht vollständig ändern. Zum Beispiel kann er durch das Wachsen einer antiken Truhe eine Wasserresistenz erreichen. Die natürliche Eigenschaft des Holzes zu atmen, bleibt jedoch bestehen.

Pellet-Heizungen

In jüngster Zeit hat Holz noch einmal an Bedeutung gewonnen. So haben sich Holzpellet-Heizungen zur echten ökonomischen Alternative gegenüber der klassischen Öl- oder Gasheizung entwickelt. Holzpellets sind kleine zylindrische Stäbchen, die unter hohem Druck aus naturbelassenen Säge- oder Hobelspänen zusammengepresst werden.

Auch ökologisch ist Holz im Vorteil: Ist es unbehandelt, kann es entsorgt werden, ohne die Umwelt zu belasten. Egal, ob es einfach verfällt oder verbrannt wird – stets setzt es exakt nur die Menge an Kohlendioxid frei, die es einst bei seinem Wachstum gebunden hat. Holz ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil im Kampf gegen Ozonloch und Klimawandel.

 

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